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Prävention

Liebe Patientinnen und Patienten,

mir wurden viele Fragen bezüglich Corona-Virus gestellt. Was kann ich tun, wie kann ich mich schützen und kann ich es überhaupt?

Ich habe mich lange mit Äußerungen zurückgehalten,  weil ich einfach keine Antwort hatte und ich nichts sagen wollte, wovon ich nicht genug Ahnung habe.  

Inzwischen ist die Angst der Menschen aber so groß geworden, dass ich nun doch gerne aus meiner Sicht wichtiges beitragen möchte.

Die Ängste und Reaktionen sind verständlich und nachvollziehbar, denn im tiefen Inneren werden wir mit unserer Hilflosigkeit und dem Gefühl des ausgeliefert seins und dem Gefühl der Freiheit beraubt zu werden in Berührung gebracht. Wir wissen nicht was passieren wird und gleichzeitig wünschen wir uns, dass jemand kommt, uns an die Hand nimmt, und uns sagt dass alles gut wird.

Für mich zeigt diese Zeit, wie wichtig es ist, Eigenverantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und dabei auf niemanden zu warten. Wir wissen nicht, ob die Krankenhäuser oder die medizinische Versorgung hier gewährleistet ist. Es ist kein guter Zustand, sich auf das Gesundheitssystem zu verlassen und wir wissen nicht, was uns wirklich hilft.

Meine persönliche Meinung ist, dass Prävention hier die wichtigste Maßnahme ist. Denn je gesünder dein Organismus ist, desto besser kann dein Körper mit Erregern aller Art umgehen. Das Terrain, auf welches Erreger treffen, ist sehr entscheidend für die Auswirkung und hat einen erheblichen Einfluss auf deine Selbstheilungskräfte und die Lebensenergie.

Ich vergleiche es gerne mit einem ausgetrockneten harten Boden. Wenn das Regenwasser kommt, um die Pflanzen zu versorgen, läuft es einfach ab, ohne auch nur die Wurzel der Pflanze erreicht zu haben. Ist der Boden aber gelockert und gut vorbereitet, kann das Wasser in die Erde eindringen und die Wurzeln erreichen. Die Pflanze bleibt dabei genährt und kann sich in ihrer Form entfalten.

Auch wir Menschen müssen für einen guten Nährboden in uns sorgen, damit Erreger vom Immunsystem eliminiert werden können.

Ich möchte dir gerne einfache Tipps mit auf den Weg geben, die du problemlos in deinen Alltag integrieren kannst.

 

Welche Möglichkeiten kannst du für dich am besten nutzen?

 

Mach es dir einfach und gut durchführbar, damit es dir leicht fällt und du Spaß daran hast dich jetzt besonders gut um dich zu kümmern.

Alles was ich hier empfehle, sind Erfahrungen aus meinem Praxisalltag. Ich bin kein Wissenschaftler und ich werde auch nicht dafür bezahlt, dass ich hier Firmen namentlich benenne. Gleichzeitig sind es Empfehlungen, die nicht die schulmedizinische Abklärung ersetzen.

Gesundheit bedeutet für mich gesund sein auf geistiger-seelischer-körperlicher Ebene. Und unser Immunsystem reagiert gleichermassen auf diese Ebenen. Daher ist es wichtig hier alle Ebenen mit einzubeziehen.

An erster Stelle steht für mich die gesunde Ernährung. Hildegard von Bingen sagte: Deine Nahrung soll dein Heilmittel sein.

Verwende frische Zutaten, am besten aus deiner Region und nach Möglichkeit in Bio-Qualität. Versuche so viel wie möglich an gesunden Gemüsesorten  in deine Mahlzeiten zu packen, sowie frische Kräuter. 

Verzichte nach Möglichkeit auf Weißmehl, Zucker, Süßigkeiten und Alkohol. Diese machen dein Millieu sauer. Der PH-Wert im Blut verschiebt sich und die Nieren und Lungen müssen mehr Arbeit leisten. Die Lunge sollte jetzt besonders entlastet werden.

Verwende in der Küche, Knoblauch, Zwiebeln, Kurkuma, Curry, Zimt, frisches Korianderkraut, Zitronen, Ingwer. Diese Lebensmittel wirken entzündungshemmend. Wichtig sind auch Enzyme in Form von Obst, besonders Ananas, Papaya, Kiwi und Mango sind sehr enzymreich.

Wenn du über deine Nahrung nicht genug Vitamine, Enzyme oder auch Mineralien und Aminosäuren aufnehmen kannst, was ja auch je nach Anbau und Herkunft gut möglich ist, ergänze deine Nahrung mit Vitalstoffen und  Enzymen, wie z.B. Wobenzym oder Regazym Plus.

Für ein gutes Immunsystem benötigst du Vitamin D. Hier empfehle ich am Liebsten die Firma Loges 5.600 I.E. 1x pro Woche. Firma Hevert mit 4.000 I.E., Pascoe Vitapas D 5.600 I.E. sollte dein Körper Vitamin D nicht gut aufnehmen, empfehle ich Vitamin K dazu. Es soll helfen, dass der Körper Vitamin D besser aufnehmen kann. Beides in Kombination gibt es auch als Tropfen.

Trinke ausreichend Wasser, am besten stilles. Wasser ist das beste Heilmittel, auf der ganzen Welt. Das ist uns oft nicht bewusst. Aber mit ausreichend Wasser versorgst du den Körper optimal. Wasser erreicht alle Zellen im Körper. Du kannst es auch geschmacklich anreichern, indem du Zitronen, Limetten, Orangen, Gurken, Ananas, Ingwer, frische Kräuter wie Rosmarin, Petersilie oder Minze hinzufügst. Damit nimmst du wieder eine gute Portion Vitamine auf und es schmeckt gleich viel besser.

Dein Darm ist der Spiegel deines Immunsystems. Mit gesunden Lebensmitteln, ist dein Darm schon zufrieden. Wenn du merkst, dass du unter Verschleimung leidest, du nasal sprichst, oder du viel Schleim produzierst, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass dein Darm belastet ist. Hierfür können Milchprodukte oder Kuhmilch verantwortlich sein. Eine Reduzierung kann schon Wunder bewirken. Einen gesunden Darm erkennst du daran, dass du bei deinem Toilettengang kaum Papier benötigst und du keine Spuren in der Toilette hinterlässt.

Dem Darm kannst du auf die Sprünge helfen. Neben den bereits beschriebenen Lebensmitteln sind Leinsamen, Flohsamenschalenpulver (Psyllium), Aroniabeeren, Kokosöl, Milchsäurebakterien (Kanne Brotdrunk) gut. Die Darmflora benötigt bestimmte Darmbakterien, damit die Verdauung gewährleistet ist und der Darm die Nährstoffe aus der Nahrung optimal aufnehmen kann. Hier empfehle ich gerne Pro Bifido von Töpfer, das ist ein Pulver, welches in Joghurt oder In Getränke gerührt werden kann. Prosymbioflor, Symbioflor I (bei Infekten der oberen Atemwege), Symbioflor II, Bactoflor, Mutaflor, Colibiogen und Lactobiogen. 

Gleichzeitig ist es wichtig deine Thymusdrüse zu stärken. Die Thymusdrüse ist ein wichtiger Teil des Immunsystems. Hier werden die T-und die B-Lmphozyten gebildet. Diese gehören zur spezifischen Abwehr. Die Thymusdrüse befindet sich hinter dem Brustbein. In der Kindheit ist sie Faustgross, denn da wird sie benötigt, um das Immunsystem aufzubauen. Im Alter baut sie sich ab und ist nur noch wenig vorhanden. Du kannst durch tägliches Klopfen auf dein Brustbein diese Drüse aktivieren. Stärkend kannst du Thymusdrüsenextrakt einnehmen. Ich empfehle gerne NeyVit Nr. 29 Thymus (Tabletten) oder von WALA Organpräparat Thymus Glandula GL D8. (Ampullen 1x pro Woche in Getränk mischen).

Ich habe zuvor erwähnt, dass es wichtig ist, die Lunge zu entlasten. Im Falle einer Infektion mit Corona ist ganz besonders wichtig dieses Organ in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade Menschen mit COPD oder chronischer Bronchitis sind besonders gefährdet. Hier empfehle ich die Tinktur Solunat Nr. 15 Pulmonik von Soluna und von Kattwiga Synergon Nr. 73 Eukalyptus. Diese Tropfen kannst du in stilles Wasser geben und trinken. Um die Lungen und den Brustkorb von außen einzureiben empfehle ich Solunat Nr. 28 Ätherisches Öl. Das macht die Atemwege sofort frei und hinterlässt auch ein wärmendes und wohliges Gefühl.

In der Praxis arbeite ich mit der Homöopathie symptomatisch. Von daher ist es schwierig eine richtige Mittelauswahl hier zu nennen. Dennoch möchte ich bewährte Arzneien erwähnen (ohne Potenzen). Diese Mittel sind immer gut für eine Hausapotheke.

Aconitum, Belladonna, Infludoron (Weleda), Ferrum Phosphoricum, Gelsemium, Arsenicum Album, Pulsatilla, Bryonia, Drosera, Nux Vomica, Phellandrium, Phosphorus, Kalium Bichromicum, Nosoden, usw.

Wenn du dir unsicher bist, was du einnehmen sollst und in welcher Potenz, kannst du mich gerne anrufen. Ich teste dir die richtigen Arzneien aus.

Wenn es dir möglich ist, versuche nicht zu sehr in die Angst zu gehen, denn Angst wirkt sich negativ auf dein System aus. Es schwächt dich und blockiert wichtige Prozesse. 

Wenn du gut für dich sorgst, ist es das beste was du tun kannst. Dein Körper ist gut vorbereitet und kann mit einer möglichen Infektion umgehen. Nutze deine Zeit sinnvoll. Vielleicht verbringst du sie einfach anders und bewusster und überlegst dir vorher, wie du deinen Alltag gestalten kannst. 

Wasche und desinfiziere dir häufiger die Hände, halte Abstand, benutze deine Armbeuge wenn du niesen musst. Geh in den Wald bei Wind und Wetter. Frische Luft und Bewegung halten dich fit und stabilisieren deinen Kreislauf.

Tu Dinge, die dir wichtig sind und dir Freude bereiten. Vermeide Panik und lass dich nicht von Hysterie anstecken. Schau welchen guten Eigenbeitrag du leisten kannst. Vielleicht ist es dir auch möglich dich dem Leben anzuvertrauen, denn ein Leben in völliger Sicherheit ist leider nicht zu haben…

Ich wünsche dir die bestmögliche Gesundheit und den nötigen gesunden Geist, in dieser Lebensphase für dich da zu sein.

Herzlich Sabine